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Glaubenssätze auflösen, warum du immer wieder in dieselben Muster fällst.

  • 30. Juni
  • 3 Min. Lesezeit
Frau sitzt auf einem Berg und schaut in die Ferne

Kennst du das Gefühl, dass du eigentlich genau weisst, was du tun solltest, aber irgendetwas in dir hält dich zurück? Vielleicht nimmst du dir vor, endlich mehr Grenzen zu setzen, sichtbarer zu werden oder in Beziehungen nicht immer zurückzustecken. Doch sobald es ernst wird, fällst du in alte, bekannte Verhaltensmuster zurück.


Wenn dir das bekannt vorkommt, bist du nicht allein. Der Grund dafür liegt selten an mangelnder Disziplin oder fehlendem Willen. Meistens stecken tiefliegende, unbewusste Überzeugungen dahinter, die im Hintergrund die Fäden ziehen. In der Psychologie nennt man sie kognitive Schemata, im Alltag sprechen wir von Glaubenssätzen.


In diesem Artikel erfährst du, wie diese inneren Regeln entstehen, warum sie so hartnäckig sind und wie du negative Glaubenssätze auflösen kannst.


Was sind Glaubenssätze eigentlich?


Ein Glaubenssatz ist keine Meinung, die du heute so und morgen anders siehst. Psychologisch betrachtet bilden Glaubenssätze das tiefste Fundament unseres Denksystems. Sie sind wie eine Brille, durch die du dich selbst, andere Menschen und die Welt um dich herum betrachtest – ohne dass du dir dessen bewusst bist.


Diese Grundüberzeugungen filtern deine Wahrnehmung. Das bedeutet: Dein Gehirn sucht aktiv nach Beweisen, die deinen Glaubenssatz bestätigen, während es gegenteilige Erfahrungen ausblendet oder umdeutet. Die Wissenschaft nennt das den Bestätigungsfehler.


Ein Beispiel: Wenn dein unbewusster Glaubenssatz lautet «Ich bin nicht gut genug», dann wirst du neun Komplimente ignorieren und dich tagelang über die eine kleine Kritik ärgern. Die Kritik passt in dein inneres Bild, die Komplimente nicht.


Woher kommen Glaubenssätze?


Glaubenssätze entstehen nicht aus dem Nichts. Sie formen sich überwiegend in unserer frühen Kindheit. In dieser Zeit versuchen wir, die komplexe Welt um uns herum zu verstehen und uns sicher zu fühlen.


Wenn du als Kind die Erfahrung gemacht hast, dass du nur dann Zuneigung bekommst, wenn du leise bist und nicht störst, könnte sich der Glaubenssatz gebildet haben: «Meine Bedürfnisse sind nicht wichtig.» Oder wenn Leistung in deinem Umfeld über alles gestellt wurde, hast du vielleicht verinnerlicht: «Ich bin nur liebenswert, wenn ich funktioniere.»


Damals waren diese Überzeugungen eine wichtige Schutzstrategie. Sie haben dir geholfen, in deinem familiären System zurechtzukommen. Das Problem ist: Wir wachsen auf, ziehen aus, wechseln den Job und gründen eigene Familien aber unsere inneren Programme laufen oft unbemerkt auf dem Stand eines siebenjährigen Kindes weiter.


Warum reicht Willenskraft allein nicht aus?


Viele Menschen versuchen, ihre negativen Glaubenssätze mit positivem Denken wegzudrücken. Sie stellen sich vor den Spiegel und sagen sich: «Ich bin erfolgreich und selbstbewusst.» Doch oft fühlt sich das innerlich wie eine Lüge an.


Das liegt daran, dass unser Gehirn eine bekannte, wenn auch schmerzhafte Struktur immer der Unsicherheit einer Veränderung vorzieht. Ein negativer Glaubenssatz gibt paradoxerweise Sicherheit, weil er die Welt berechenbar macht. Ihn loszulassen, erfordert Mut – und echte Arbeit auf der emotionalen Ebene.


Du merkst die Auswirkungen vielleicht in ganz alltäglichen Dingen: Du fühlst dich schnell angegriffen. Du leidest unter dem Gefühl, eine Hochstaplerin zu sein. Du bleibst in Situationen, die dir nicht guttun. Du hast Angst davor, gesehen zu werden oder abgelehnt zu werden. Um diese Muster wirklich zu durchbrechen, reicht es nicht, sie intellektuell zu verstehen. Man muss sie auf der emotionalen Ebene greifen und transformieren.


Glaubenssätze auflösen, so gehen wir es gemeinsam an


Das Auflösen von Glaubenssätzen ist ein Prozess, der Zeit, Mitgefühl und oft professionelle Begleitung braucht. In meinem Coaching arbeiten wir nicht nur an der Oberfläche, sondern gehen den Ursachen auf den Grund.


Schritt 1: Bewusstmachung

Der erste Schritt ist immer das Erkennen. Wir schauen uns an, in welchen Situationen du blockierst und welche automatischen Gedanken dabei hochkommen. Oft verstecken sich die tiefsten Überzeugungen hinter ganz alltäglichen Sätzen wie «Das schaffe ich sowieso nicht» oder «Das steht mir nicht zu».


Schritt 2: Den Realitätscheck machen

Sobald der Glaubenssatz auf dem Tisch liegt, überprüfen wir ihn. Ist dieser Gedanke wirklich zu 100 Prozent wahr? Woher kommt er? Und vor allem: Wem gehört er? Sehr oft stellen meine Klientinnen fest, dass sie die Überzeugungen ihrer Eltern oder Lehrer übernommen haben, ohne sie jemals zu hinterfragen.


Schritt 3: Neue, stärkende Überzeugungen etablieren

Wenn wir den alten Glaubenssatz gelockert haben, entsteht Raum für etwas Neues. Wir entwickeln gemeinsam Überzeugungen, die dich unterstützen und die sich für dich authentisch und wahr anfühlen. Aus «Ich muss immer perfekt sein» wird vielleicht «Ich darf Fehler machen und lerne daraus». Diese neuen Sätze verankern wir tief, sodass sie zu deiner neuen inneren Wahrheit werden.


Bereit für deinen nächsten Schritt?

Du musst nicht den Rest deines Lebens nach den unsichtbaren Regeln deiner Vergangenheit spielen. Wenn du bereit bist, deine negativen Glaubenssätze aufzulösen und wieder mehr Leichtigkeit in dein Leben zu bringen, bin ich als diplomierte psychosoziale Beraterin und Life Coach an deiner Seite.


Ob persönlich in der Region Zürich, als Gruppensession oder bequem im Online Coaching ich passe mich deinem Leben an. Ich nehme dir die Arbeit nicht ab, aber ich zeige dir Wege, die du alleine vielleicht noch nicht siehst.


und wir finden gemeinsam heraus, was dich wirklich zurückhält.

 
 
 

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Fabienne Rüegg Coaching

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